Wichtiger Vorstoß: Neue Bundesstiftung industrielles Welterbe

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15. Dez. 2021 –

Sabine Weigand begrüßt Vorstoß der neuen Bundesregierung: "Die Schaffung der Bundesstiftung industrielles Welterbe ist eine gute Nachricht von der neuen Ampelregierung aus Berlin und insbesondere unserer neuen Grünen Kulturstaatsministerin Claudia Roth, die ganz sicher auf dem Kultursektor in den nächsten Jahren viel bewegen wird."

Im Denkmalbereich ist das industrielle Erbe bisher eher ein Stiefkind gewesen. Die denkmalpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion findet es deshalb absolut richtig, dass jetzt Industriedenkmäler und bauliche Ingenieurskunst mehr in den Fokus rücken. Die Gründung der Bundesstiftung geht auf eine Initiative der sieben industriellen Welterbestätten zurück, zu denen in Bayern die Stadt Augsburg mit ihrem UNESCO-aussgezeichneten Wassermanagement-System gehört. Die künftige Organisation kann sich den Zielen der Nachhaltigkeit und Resilienz widmen. Zu ihren Aufgaben wird es außerdem gehören,  Ansprech- und Förderpartner für den Bund zu sein sowie gemeinsame Aufgaben und die Mittelverteilung abzustimmen. Die Bundesstiftung soll auch eine Wissensplattform für Förderung und Erhalt von Industriekultur sein. "Diese Aufgaben zu bündeln und mehr Wissen über Denkmäler unter die Menschen zu bringen, ist ein wertvolles Anliegen, das ich nur begrüßen kann", sagt Weigand.

Weigand betont: "Industriedenkmäler sind ein wichtiger Bestandteil unserer Geschichte, wenn auch oft sperriger und ohne Pathos oder Romantik. Aber was ein Denkmal ausmacht, ist vor allem seine Zeitzeugenschaft, also das, was es über die Lebenskultur der Menschen in seiner Zeit erzählt. Bei Neuausweisungen im Bereich UNESCO Weltkulturerbe Europa wird inzwischen übrigens genau auf diesen industriellen Bereich besonderes Augenmerk gelegt."

Als denkmalpolitische Sprecherin befasst sich Sabine Weigand auch in Bayern immer wieder mit Industrie- und Technikdenkmälern. Auf ihrer Denkmaltour 2021 hat sie sich zum Beispiel in Bergen auf dem früheren Werksgelände der Maxhütte mit den Relikten aus alten Alpenländischen Industriekulturen befasst. Und in Oberreichenbach setzt sich Weigand dafür ein, dass die Friedrichsquelle, der Ursprung der Schwabacher Wasserversorgung, unter Denkmalschutz gestellt wird.

"Ich freue mich auf die Unterstützung, die die neue Stiftung in den Bundesländern bringt und hoffe, dass sie finanziell gut dotiert ist."

 

 

 

 

 

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  • In Bergen informierte sich die Landtagsabgeordnete Sabine Weigand auf ihrer Denkmaltour 2021 über die Relikte der Industriekultur auf dem Gelände der ehemaligen Maxhütte.

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