Tour 2021, Tag 3 - Regensburg

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30. Jun. 2021 –

Der letzte Ortstermin des dritten Tages führte uns in den Dörnbergpark in Regensburg, eine Parkanlage aus dem 19. Jahrhundert. Angelegt wurde der klassische englische Landschaftspark mit weiten Rasenflächen, knorrigen Baumgruppen und mehreren Kulissenbauten vom königlich bayerischen Hofgärtner Carl Effner. Der dritte Bürgermeister Ludwig Artinger begrüßte Sabine Weigand und ihren Regensburger Landtagskollegen Jürgen Mistol. Dazu gesellt hatte sich auch der Bundestagsabgeordnete Stefan Schmidt und einige grüne aus dem Stadtrat. Heimatpfleger Dr. Werner Chrobat erzählte von der Familie Dörnberg, die hier Mitte des 18. Jahrhunderts ein Palais errichtete und den Park anlegte. Doris Drummer, Landschaftsarchitektin vom Gartenamt Regensburg, führte die Gruppe auf geschlungenen Wegen vom Dörnberg-Palais über das Gesellschaftshaus zum Rosarium, erläuterte die Büschel- und Bündelbäumen der heute annähernd 200-jährigen Bäume mit ihren bizarren Wuchsformen. Die alten Bäume sind fast alle in ihrer Vitalität geschwächt, besonders die Buchen. Sie leiden unter Pilzbefall durch Phytophthora (griechisch: Pflanzenvernichter), was zum Absterben der Kronen führt. Bis jetzt hat sich noch kein wirksames Mittel gegen den Pilzbefall gefunden. Es bleibt nichts anderes übrig, als den Verlust durch Nachpflanzungen auszugleichen. Trocken- und Hitzestress machen die alten Bäume anfällig für den Pilzbefall. „Es stellt sich generell die Frage, wie wir angesichts des Klimawandels den uralten Baumbestand unserer Gartendenkmale retten und bewahren können“, resümiert Sabine Weigand besorgt. Eine weitere Gefährdung für den Park stellt der steigende Nutzungsdruck durch die vielen Besucher dar, der zu zunehmender Bodenverdichtung führt. Der entstehende Lärm wirkt sich überdies negativ auf die Tierwelt aus. Schon vor längerer Zeit wurde ein Gartenpflegewerk in Auftrag gegeben, dessen Abschluss kurz bevorsteht. Das Projekt wird vom Landesamt für Denkmalpflege begleitet und unterstützt; seine Verwirklichung wird nicht ohne erhebliche Fördermitteln möglich sein. Ziel ist, den alten Baumbestand zu erhalten und den Park in seinem historischen Charakter und seinem historischen Erscheinungsbild in die Zukunft zu führen. Man war sich einig, dass es ein große Herausforderung darstellt, solche hochwertigen Gartendenkmäler angesichts des Klimawandels auch für zukünftige Generationen zu erhalten.

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  • Doris Drummer wünscht sich an dieser Stelle, dass die Sicht auf den Dörnberg-Palais auf lange Sicht wieder frei sei.
  • Typische Wuchsform einer Büschelkastanie mit meheren Stämmen.
  • Auch die Pergolen aus Gusseisen, neben dem Gartenpavillion bedürfen einer Sanierung.
  • Im Park mangelt es nicht an eindrucksvollen alten Bäumen, die jedoch zunehmend Schäden aufweisen.
  • Die Gruppe am Rande der weitläufigen Wiesenfläche.

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