Tour 2021, Tag 15 - Bergen

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03. Aug. 2021 –

Relikte aus alten Alpenländischen Industriekulturen standen im Mittelpunkt des letzten Tages der Denkmaltour. Auf dem ehemaligen Werksgelände der Maxhütte in Bergen, begrüßten MdL Kollegin Gisela Sengl und Bürgermeister Stefan Schneider Sabine Weigand und ihr Team. Mitgebracht hatten sie die Architekten Sabine Babl und Silvester Dufter und Heimatpfleger Christian Krämmer (?!).

Am Hang gelegen, hatte man in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein Kassiergebäude und zwei große Wohnhäuser für die Familien der Fabrikarbeiter des Eisenhüttenwerks gebaut. Diese gingen 1990 für den symbolischen Preis von 1 Euro in den Besitz der Gemeinde über. Die Situation war gekennzeichnet durch eine überraschend gute Bausubstanz aber unzeitgemäße Ausstattung der Gebäude und Wohnungen. Mit ansteckender Begeisterung führte das maßgeblich an der Entwicklung und Umsetzung des Projektes beteiligte Architektenpaar durch das neusanierte Kassiergebäude und das sich in der Sanierung befindliche Schlackenhaus. Im Kassiergebäude befinden sich mittlerweile vier neu sanierte Wohnungen mit modernem Wohnkomfort, wie Wandheizungen in der Innendämmung und Fußbodenheizung in den Bädern. Interessant ist die symmetrische Aufteilung des dreistöckigen Schlackenhauses, in dem 19 barrierefreie Wohnungen über einen Aufzug erreichbar sein werden. Insgesamt schafft die Gemeinde auf dem Gelände 34 Wohnungen, die durch Gestaltung und Größe einen Durchmischung der Bewohner herbeiführen möchte. Passgenaue Lösungen für Alleinstehende, für familienreiche Familien, Jung und Alt gehören ebenso zum Konzept, wie Gartenparzellen, Gartenhäuschen und ein kleiner Museumsbereich. Zur Wärmeversorgung dient eine Holzpelletsheizung, die über ein Nahwärmnetz die anliegenden Häuser mit Wärme versorgt. Für die Finanzierung erhält die Gemeinde 30% von der Kommunalen Wohnungsbauförderung, 10% sind Eigenanteil und 60% werden über Kredite finanziert, die über die Mieten abgedeckt werden (voraussichtlich 6,30 Euro/m²). „Hier entsteht bezahlbarer Wohnraum im Denkmal.“ Sabine Weigand gratulierte dem grünen Bürgermeister Stefan Schneider und allen Beteiligten zu ihrer Entscheidung: „Es war sehr mutig, dieses vorbildhafte Projekt in Angriff zu nehmen. So geht kommunaler Wohnungsbau in Verbindung mit historischem baulichem Erbe. Eine solche Tatkraft würde ich mir von mehr Bürgermeistern wünschen.“

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  • Achitektin Babl erläutert die Umbaumaßnahmen.
  • Das frisch sanierte Kassierhaus von innen.
  • Auch die Außenanlagen werden in das GEsamtkonzept einbezogen, werden naturnah gestaltet und stehen den Bewohnern als Begegnungsräume zur Verfügung.
  • Die Gruppe vor dem Schlackenhaus, das gerade saniert wird und in dem auf drei Geschossen 11 moderne Wohnungen entstehen.
  • Der Blick in das Gebäudeinnere zeigt auch die Kunst, mit der die Schlackensteine ineinander gesetzt wurden.
  • Eine Probeöffnung zeigt, dass die Wand auf ihrer gesamten Breite mit Schlackensteinen aufgebaut ist, die von Mörtel gehalten werden.
  • Auch dieser geheimnisvolle Kellerzugang wird erhalten bleiben.
  • Die Teilnehmenden rund um Gisela Sengl, Bürgermeister Stefan Schneider und Sabine Weigand vor dem Schlackenhaus.
  • Gut erkannbar ist das gesamte Gelände mit seinen drei Objekten: Im vordergrund das noch nicht in Angriff genommene Gebäude, dahiner das bereits sanierte Kassierhaus und im Hintergrund das Schlackenhaus.

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