• Hannelore Mintzel referiert über die jüdische Vergangenheit von Rimpar.
  • Bürgermeister Bernhard Weidner und die ehemalige Lehrerin Hannelore Mintzel freuen sich über den Besuch.
  • Von der ehemaligen Synagoge ist nur das Treppentürmchen zu sehen. Der Zugang ist nur über Privatgrundstücke möglich.
  • Führung zur jüdischen Geschichte.
  • Eine Gedenktafel ist eines der wenigen Hinweise auf die jüdische Vergangenheit Rimpars.
  • Hans-Christof Haas, Gebietsreferent vom Landesamt für Denkmalpflege, hat Broschüren für die Teilnehmer dabei.

Tour 2021, Tag 1 – Rimpar

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Die ehemalige Synagoge steht aufgrund unglücklicher Umstände zwar in der Ortsmitte aber doch im Abseits.

28. Jun. 2021 –

Bürgermeister Bernhard Weidner empfing die Besuchergruppe um Sabine Weigand im Rittersaal von Schloss Grumbach, das heute als Rathaus dient. 

Im Zentrum des Interesses stand die ehemalige Synagoge, die sich in Privatbesitz befindet und von allen Seiten eingebaut unzugänglich zwischen Grundstücken und Wohnhäusern liegt. 

Die ehemalige Lehrerin Hannelore Mintzel berichtete über das einst vielfältige jüdische Leben in Rimpar und zeigte Karten, die dokumentieren, wie viele Häuser einst im Besitz von Juden waren. Die Kenntnisse über das jüdische Leben als Bestandteil der Ortsgeschichte seien bedauerlicherweise im Lauf der Zeit verloren gegangen und müssten heute neu in der Bürgerschaft vermittelt werden. Wenige Stolpersteine und das Wissen, dass Rimpar der Geburtsort der Lehman Brothers war, reichten nicht aus. 

Der Umgang mit der ehemaligen Synagoge ist im Gemeinderat Gegenstand von Diskussionen. Die Chance, über das kommunale Vorkaufsrecht ein Nachbargrundstück zu erwerben und damit einen Zugang zur Synagoge zu gewinnen, wurde bedauerlicherweise vor längerer Zeit vergeben. Bürgermeister Weidner berichtete, dass derzeit eine Bestandsaufnahme läuft und eine Machbarkeitsstudie in die Wege geleitet sei. Er wäre gerne schon weiter mit dem Projekt Synagoge, doch nachdem Rimpar derzeit unter Finanzaufsicht steht, seien zeitnahe Maßnahmen schwierig. 

Hans-Christof Haas, zuständiger Gebietsreferent für den Landkreis Würzburg, zeigte Positivbeispiele auf, vor allem die Gemeinde Gleusdorf, wo der Umgang mit dem jüdischen Erbe beispielhaft gelungen ist und die Synagoge vorbildlich saniert wurde.

 

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