Schwabacher Musikschule geht neue Wege

Dr. Sabine Weigand, MdL informiert sich

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05. Mai. 2020 –

 

Dr. Sabine Weigand, MdL informiert sich bei der Leiterin des Kulturamtes über die Lage der städtischen Musikschule in Schwabach

In Zeiten, wo man das Haus kaum verlassen darf, haben Menschen in den vergangenen Wochen viele neue Wege ausprobiert, um Gemeinschaft zu erfahren. Gemeinsam als Familie oder in der Nachbarschaft Musik zu machen ist ein Weg für viele, mit der Isolation besser zurecht zu kommen und sich gegenseitig Mut zu machen. Wer derzeit ein Instrument lernt, muss allerdings feststellen, dass auch der Musikunterricht nicht in gewohnter Weise stattfinden kann. Die Musikschule Schwabach setzt deshalb auf Online-Kurse, Kursskripte und Videotutorials.

In einem Gespräch mit Dr. Weigand erklärte die Leiterin des Kulturamtes, Sandra Hoffmann-Rivero, dass dieses Angebot nach einer kurzen Eingewöhnungsphase inzwischen erstaunlich gut funktioniere. Für die Musikschullehrer*innen war diese neue Form des Unterrichts zunächst eine Herausforderung. Der Unterricht erwies sich als deutlich aufwändiger und anstrengender, aber generell funktioniert das Angebot gut. Trotzdem stellt sich die Frage, ob die Gebühren von den Musikschüler*innen bzw. ihren Eltern weiterhin wie bisher gezahlt werden. Deshalb verschickte das Kulturamt kürzlich ein Schreiben, um zu erfragen, wer das bisherige Online-Angebot weiterhin wahrnehmen möchte. Dies soll zu 70% der Gebühren ermöglicht werden. Dadurch könnte wenigstens ein Teil der sonst möglicherweise fehlenden Einnahmen ausgeglichen werden. Denn ob die bayerischen Kommunen staatliche Hilfen für Ausfälle bei den Musikschulgebühren erhalten, ist derzeit noch nicht absehbar. Dr. Weigand bekräftigt an dieser Stelle die Forderung der Grünen nach finanzieller Unterstützung der Kommunen.

„Der Ausfall von Einnahmen wie z.B. der Musikschulgebühren trifft die Kommunen hart, und eine zumindest teilweise finanzielle Kompensation durch den Freistaat wäre hilfreich. Schwabach muss im laufenden und im kommenden Jahr mit massiven Einbußen, v.a. bei der Gewerbesteuer, rechnen. Gleichzeitig muss die Stadt die Grundversorgung ihrer Bürgerinnen und Bürger z.B. mit Energie, Mobilität und kommunalen Dienstleistungen sicherstellen. Hierzu gehören auch kulturelle Angebote. Ohne finanzielle Hilfen wird es für alle Kommunen schwierig werden, die kommunale Daseinsvorsorge in Bayern im bisherigen Rahmen aufrechtzuerhalten.“

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