Reihe DENKMAL - Vor Ort

Zu Gast im vorweihnachtlichen Dinkelsbühl

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25. Nov. 2019 –

Die Denkmaltour liegt nun schon einige Wochen zurück, aber immer noch erhalten wir Anfragen von Grünen Kreisverbänden und Denkmalschutzinteressierten, die uns in ihre Gemeinden und Städte einladen, um uns ihre denkmalerischen Schmuckstücke zeigen oder Herausforderungen mit dem Denkmalschutz auf lokaler Ebene erzählen wollen. Wir möchten diese Ortstermine gerne als eine Art Fortsetzung unserer Denkmaltour etablieren und unsere Eindrücke und Erfahrungen an dieser Stelle mit euch teilen.

Der erste Ortstermin der Reihe führte uns in das kleine Städtchen Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach. Auf Einladung des Grünen Ortsverbands fanden sich trotz winterlicher Temperaturen einige Interessierte vom Verein Pro Altstadt, Stadträte, Bürgermeisterkandidaten und Architekten ein, die uns bei unserem Rundgang durch die Altstadt begleiteten. Die Inhaltliche Ausgestaltung übernahm Herr Sandmeir vom Verein Pro Altstadt. Auf unsrer 90 Minütigen Führung konnten wir den einmaligen Erhaltungszustand Dinkelsbühls erkennen. Wobei bei genauer Betrachtung in der Vergangenheit nicht alles ideal im Sinne des Denkmalschutzes und der Gestaltungssatzung Dinkelsbühls ertüchtigt wurde. Hierbei ging es unter anderem um die Genehmigung von übermäßig vielen Gauben auf denkmalgeschützten Dächern, die Zulassung von Kunststoffgaragentoren und die Vernachlässigung von denkmalerischen Aspekten bei der äußeren Wärmedämmung von Gebäuden. Hier wünschten sich die Teilnehmenden aktiveres Einfordern von passenden Materialien und die Einhaltung der Gestaltungssatzung. Darüber hinaus ging es um die Umgestaltung des Schweinemarktes. Dieser derzeit als innerstädtischer Parkplatz genutzte Platz soll umgestaltet werden, was in dieser Runde sehr begrüßt wird. Kritische sehen die Anwesenden jedoch die Pläne für die Umgestaltung. Der Platz soll zukünftig durch Stufen geebnet werden und für gastronomische Nutzung und Festivitäten zur Verfügung stehen obwohl Dinkelsbühl laut ISEK öffentliche Plätze zur Begegnung viel mehr bräuchte. Ein anderer Aspekt der immer wieder kritisch zur Sprache kam war der Verkauf von Einzeldenkmälern an Investoren, die über Ausnahmeregelungen nicht denkmalgerecht sanieren und bestehende Wohnung, teilweise geförderten Wohnungsbau in Hotels und Gastronomie umwandeln.

Einen nicht sehr schönen Eindruck haben bei mir die vielen geparkten Autos in der Altstadt hinterlassen, die das historische Ortsbild dominieren. Das wunderschöne Städtchen Dinkelsbühl könnte sicherlich an Attraktivität für Besucher gewinnen, wenn konsequent auf innerstädtische Parkplätze entlang der Sichtachsen verzichtet werden würde.

Meiner Meinung nach wäre ein Kommunales Denkmalschutzkonzept für Dinkelsbühl absolut lohnenswert. Wenn nicht hier, wo dann?

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  • Teilnehmende am Stadtrundgang
  • Schweinemarkt
  • Autos prägen das Ortsbild
  • Nicht zulässig, aber dennoch da
  • Nachverdichtung anstelle von innerstädtischem Grün

Kalender

10. Dez, 10:30 Uhr

AK Bildung und Kunst

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