Klimaschutz vs. Denkmalschutz in Moosburg

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09. Mai. 2019 –

Um das Spannungsfeld zwischen Klimaschutz und Denkmalschutz ging es bei einem Ortstermin in Moosburg.

Eine Moosburger Familie möchte auf dem Dach ihres Wohnhauses eine Photovoltaikanlage platzieren. Das Haus steht in direkter Nachbarschaft zu zwei Kirchen und einem denkmalgeschützen Ensemble, jedoch selbst nicht im Ensemble.

Der Ausschuss "Wissenschaft und Kunst" befasste sich mit dem Vorhaben, denn das Ehepaar hatte eine Petition eingereicht. Es fand ein Vor-Ort-Termin statt, an dem u.a. mein Ausschusskollege Robert Brannekämper (CSU) und ich als Berichterstatter des Ausschusses, Generalkonservator Mathias Pfeil von Landesamt für Denkmalschutz und der örtliche Grünen-MdL Johannes Becher teilnahmen.

Das Problem aus Sicht der Denkmalpflege nannte Generalkonservator Pfeil gleich zu Beginn: Es würde ein Präzedenzfall geschaffen. Wenn der Antrag der Familie genehmigt würde, „können wir schwer woanders Nein sagen“. Damit ist dem Bauherrn natürlich nicht geholfen, der zurecht darauf hinwies, dass der Freistaat Klimaschutzziele habe, zu denen seine Maßnahme ein Baustein sei. Nicht einmal der Pfarrer der benachbarten Kirche habe Einwände.

Dass dieser Fall ein Präzedenzfall sein könnte, sehe ich genauso. Allerdings bin ich der Meinung, dass ein Weg gefunden werden muss, der die Belange des Denkmalschutzes und des Klimaschutzes zusammenbringt. Das sahen letztendlich auch die anwesenden Kollegen so. Zusammen mit der Stadt Moosburg, die das Vorhaben ebenfalls unterstützt, soll jetzt ein solcher Weg gefunden werden, der beides unter einen Hut bringt. Wenn das gelingt, "dann sind Sie an der Spitze einer Bewegung", so Generalkonservator Pfeil in Richtung des Bauherrn.

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  • Auf das Haus im Hintergrund soll die Photovoltaikanlage kommen.
  • Darüber wurde intensiv diskutiert. Rechts neben mir: Generalkonservator Mathias Pfeil

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