Ein Besuch im oberpfälzischen Kemnath und in Speinshart

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31. Jul. 2019 –

Am dritten Tag ihrer Denkmaltour hat Dr. Sabine Weigand, grüne Sprecherin für Denkmalschutz im Landtag, im oberpfälzischen Kemnath Halt gemacht. Schon bei der Einfahrt in die Stadt zeigte sie sich begeistert von den schönen Fassaden der Bürgerhäuser und der Lebendigkeit des Stadtbilds. Bürgermeister Nickl empfing Frau Weigand voller Stolz im neu sanierten Rathaus und erläuterte diverse Sanierungsmaßnahmen. Er beklagte besonders, dass für die privaten Sanierer immer weniger finanzielle Förderung bereit gestellt wird. „Leider ist die Finanzierung von Denkmalssanierungen heute oft nur durch Städtebauförderprogramme oder Dorferneuerungsprogramme möglich. Der Denkmalschutz braucht dringend mehr finanzielle Unterstützung vom bayerischen Staat“, mahnt Dr. Sabine Weigand. „Mit den Kürzungen im sogenannten „kleinen Denkmalschutz“, dem Fördertopf für die privaten Sanierer, im aktuellen Doppelhaushalt lässt man Denkmalbesitzer einmal mehr im Regen stehen.“ Baureferent Roland Sächerl erläuterte vor dem Lenzbräu das Projekt der Kommune nach einer denkmalgerechten Sanierung, hier die Stadtbibliothek unterzubringen und ein interkulturelles Familien- und Bürgerzentrum einzurichten. „Die Kommunen müssen bei der Denkmalsanierung ein Vorbild sein. Mit einer zukünftigen öffentlichen Nutzung geht die Stadt Kemnath einen guten Weg.“ Zum Schluss führte Heidrun Schelzke-Deubzer Weigand ins Scheunenviertel wo sie an Hand von zwei Beispielen aufzeigte, wie vorbildlich Denkmäler von privater Hand saniert werden können. „Die Umgestaltung von landwirtschaftlichen Gebäuden zu hoch attraktivem, zeitgemäßem Wohnraum ist eine großartige Alternative zum Neubau auf der grünen Wiese. Auch moderne energetische Konzepte können hier Hand in Hand mit dem Denkmalschutz verwirklicht werden.“

Mitteletappe des dritten Denkmaltourtages war das Klosterdorf Speinshart. In Begleitung von Bürgermeister Nickl besichtigte Sabine Weigand zwei liebevoll sanierte denkmalgeschützte Gebäude. Auch hier wurde eine stärkere Förderung durch die „Kleine Denkmalpflege“ gefordert. Dies und eine finanzielle Unterstützung von Eigenleistung sieht auch Weigand als dringend wünschenswert an. Hauseigentümer Zeitler mahnte an, dass in Zeiten des Klimawandels auch eine energetische Sanierung mit Fernwärme, Photovoltaik oder Solarthermie immer wichtiger würde und im Denkmalbestand möglich sein muss. „Damit stoßen Sie bei uns Grünen auf offene Ohren“, meint Weigand. „Es macht immer wieder Freude neues Leben in alten Mauern zu erleben.“

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