• Die Schutzmauer für die Friedrichsquelle mit der Hochsicherheitstür.
  • Das Allerheiligste der Quelle: das Sammelbecken. Hinten nach links fließt das Wasser in einem Stollen ab.
  • Dr. Schäffner-Knoblach (Mitte) prüft die Denkmalwürdigkeit. Martin Danninger (rechts) von der Unteren Denkmalschutzbehörde wäre im Fall des Schutzes der Ansprechpartner am Landratsamt.
  • Die Teilnehmer der Begutachtung: Dr. Sabine Weigand, Petra Novotny, Markus Biegler, Wolfram Göll, Martin Danninger, Dr. Thomas Hiller, Dr. Almut Schäffner-Knoblach, Amrei Tönnishoff, Winfried Klinger (Funktionen im Text)

„Die Friedrichsquelle in Oberreichenbach ist denkmalwürdig“

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Die denkmalpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, Dr. Sabine Weigand, will das Bauwerk unter Schutz stellen – Das Landesamt für Denkmalpflege prüft

28. Okt. 2021 –

Dr. Almut Schäffner-Knoblach, beim Landesamt für Denkmalpflege für Denkmalerfassung und -forschung zuständig, war beim gemeinsamen Ortstermin mit Dr. Sabine Weigand beeindruckt von dem Bauwerk. Sie kündigte an, weitere Unterlagen zu sichten und die Denkmalwürdigkeit zu prüfen. Sabine Weigand: „Die Friedrichsquelle in Oberreichenbach bildet den Ursprung der Schwabacher Wasserversorgung, sie ist ein beeindruckendes Zeugnis der Leistungen der Wasserbauingenieure zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Es freut mich, dass das Landesamt die Denkmalwürdgikeit jetzt eingehend prüfen wird.“

Auf Einladung von Sabine Weigand und ihrem Team kamen zum Ortstermin auch Martin Danninger von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises, die „Hausherren“ Winfried Klinger (Geschäftsführer der Stadtwerke), Dr. Thomas Hiller (Technischer Leiter Wasser) und Markus Biegler (Technik Wasser/Gas) sowie die Geologin Amrei Tönnishoff. Ebenfalls vor Ort waren die Bürgermeister*innen Wolfram Göll (Kammerstein) und Petra Novotny (Schwabach).

Markgraf Wilhelm Friedrich ließ 1715 diese Quelle fassen und leitete das Wasser zu seinem Schlösschen nach Unterreichenbach und weiter zum Schwabacher Marktplatz, wo es den 1717 eingeweihten Schönen Brunnen speiste. Die in Handarbeit in den Hang und den anstehenden Sandstein getriebenen Stollen sind bis heute in Betrieb. Das Wasser der Oberreichenbacher Quellen ist ein wichtiger Bestandteil des Schwabacher Trinkwassers.

Die 1888 ergänzte Sandsteinmauer mit der Hochsicherheitstür aus Edelstahl bietet von außen ein relativ unspektakuläres Bild und ist das einzige Bauwerksteil, das für „Normalsterbliche“ sichtbar ist. Nachdem Markus Biegler die Tür geöffnet hat und die Gutachter etwa 25 m in den Tunnel vorgedrungen waren, stellte sich umgehend der „Wow-Effekt“ ein. Direkt aus dem Fels tritt das Wasser aus, fließt in ein Quellbecken und von dort über seinen Sammeltunnel (der aus Hygienegründen nicht betreten werden durfte) weiter, um sich mit dem Wasser der anderen beiden Oberreichenbacher Quellen zu vereinigen und abzufließen zum Hochbehälter in der Reichwaisenhausstraße, übrigens ohne Filterung oder anders geartete Behandlung.

Klinger wies darauf hin, dass die Quellen auch noch weitere 300 Jahre Teil der Schwabacher Wasserversorgung sein sollen und bauliche Anpassungen an sich ändernde Hygieneregelungen auch in Zukunft möglich sein müssen. „Denkmalschutz und Zukunftsfähigkeit sind Dinge, die sich nicht ausschließen“, so Sabine Weigand. „Ich bin überzeugt, dass sowohl eine moderne Wasserversorgung als auch der Erhalt dieses für Schwabach so bedeutenden historischen Bauwerks möglich sind. Ich bin jetzt vollkommen verzaubert von der Magie dieses Stollens – Fels, Wasser und Licht bilden geradezu einen mystischen Ort.“

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