Denkmalschutztour 2022 - Regensburg

Die spannende Geschichte der Burg Landeskron

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09. Aug. 2022 –

Der Dreifaltigkeitsberg, der „Balkon von Regensburg“, ist ein beliebtes Ausflugsziel. Und könnte noch interessanter sein, wenn auf Informationstafeln auf die spannende Geschichte des Ortes hingewiesen würde. Denn wo heute Kirche und Friedhof liegen, sollte im Mittelalter mit großer Wahrscheinlichkeit die Burg Landeskron gebaut werden. Die Landtagsabgeordneten Sabine Weigand und Jürgen Mistol informierten sich über diesen ganz speziellen Fall eines Bodendenkmals. Und auch viele Aktive der örtlichen Grünen waren zu dem Termin gekommen.

„Sie sehen, dass Sie nichts sehen“, sagte die Leiterin der Städtischen Museen Regensburg, Dr. Doris Gerstel, und deutete auf die Freifläche vor der Kirche. Doch die Historie des Geiersbergs und die Geschichte der Burg Landeskron ist äußerst spannend. Spiegelt sie doch anschaulich die Konflikte zwischen freier Reichsstadt, Kaiser und bayerischem Herzog wieder, es geht um das Ringen um Macht und Vorherrschaft.

Hart umkämpfter Standort

Der bayerische Herzog Ludwig der Strenge begann wohl um 1256 mit dem Burgenbau, doch weit kam er nicht. Schon drei Jahre durften die Regensburger Bürger diese Burg schleifen. Das taten sie so gründlich, dass nichts übrigblieb. Zusammen mit Christoph Steinmann vom Landesamt für Denkmalpflege, Stadtheimatpfleger Prof. Gerhard Waldherr und Dr. Andreas Boos, Sachgebietsleiter Archäologie und stellvertretender Amtsleiter der Museen der Stadt Regensburg, präsentierte Doris Gerstel Pläne und Zeichnungen, wo die Burg gestanden haben könnte. Christoph Steinmann wies anhand von Geländeformen zwei Varianten für einen möglichen Standort nach. Vermutlich fanden sich in den 1930er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts bei Baumaßnahmen am Hauptschiff der Kirche einige Reste der Anlage. „Die Innenbebauung der Burg mit Wohngebäuden, Zisternen und Kapelle wurde wahrscheinlich gar nicht begonnen“, erläuterte Steinmann.

 „Wir sollten uns immer überlegen, worauf wir stehen“, sagte Sabine Weigand, angetan von der spannenden Historie des Ortes. Nicht nur oberhalb von Regensburg sei die Vermittlung von Geschichte und Bedeutung von Bodendenkmälern noch ausbaubar. „Eine Hinweistafel auf die Geschichte der Burg Landeskron wäre eine gute und wichtige Sache, riet die Denkmalexpertin.

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