• Begrüßung vor dem Rathaus in Schwandorf
  • Die heute als Veranstaltungsstätte genutzte Spitalkirche im Herzen Schwandorfs
  • Der Innenraum biete Platz für kulturelle Veranstaltungen oder Trauungen
  • Einen großes Dankeschön an den Grünen KV vor Ort
  • Informationstafel der Kirche
  • Teilnehmerrunde vor dem Eingang der Spitalkirche

Denkmalschutztour 2020 Schwandorf

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31. Aug. 2020 –

Der erste Termin meiner Denkmaltour durch die Oberpfalz führte mich nach Schwandorf. Hier wurden wir vom Oberbürgermeister Andreas Freller und der 3. Bürgermeisterin Marion Juniec-Möller empfangen. Anschließend erzählte Kreisheimatpfleger Gerhard Grünwald Wissenswertes über die ehemalige Spitalkirche. Sie war Bestandteil eines mittelalterlichen Spitals in typischer Lage in direkter Nähe eines Stadttors. Der Spitalgedanke würde von den Kreuzrittern aus dem Heiligen Land mitgebracht. Spitäler bildeten damals einen wichtigen Bestandteil der städtischen und sozialen Infrastruktur; sie fungierte als Altenpflegeeinrichtungen, Unterkunft für Reisende und Pilger und Krankenpflegestationen. Eine Kirche gehörte zwingend zu jedem Spital, da im Mittelalter die Gewissheit galt: „Jesus ist der erste Arzt“. Oft wurden solche Spitäler von reichen Familien aus der Stadtbürgerschaft gestiftet, wie auch in diesem Fall. 2001 wurde an Stelle der alten Hospitalgebäude das neue Rathaus gebaut. Im gleichen Zug stellte man Überlegungen an, wie die schon seit langen nicht mehr leerstehende Kirche einer sinnvollen neuen Nutzung zugeführt werden könnte. In Absprache mit der Kirche entschloss man sich das Gebäude zu profanieren und für die Schwandorfer als Trausaal und Veranstaltungsstätte zu öffnen. Erleichtert wurde die Profanierung durch die Tatsache, dass Spitalkirchen im Normalfall keine eigene Kirchengemeinde haben. Weigand zeigte sich begeistert: „Die ehemalige Spitalkirche ist ein gelungenes Beispiel für eine sinnvolle Nachnutzung eines Sakralbaus. In kürzester Zeit ist sie ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens in der Stadt geworden.“ Die Zahl der Profanierungen steigt in den letzten Jahren überall in Europa, da viele Kirchengemeinden schrumpfen und zusammengelegt werden und dadurch viele Gotteshäuser aus der Nutzung fallen. Zukünftig wird deshalb noch häufiger zu der Situation kommen, dass sakrale Bauten eine neue Bestimmung finden müssen.

 

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