Denkmalschutztour 2020: Kulmbach

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21. Jul. 2020 –

Licht und Schatten beim Denkmalschutz zeigten sich in der Kulmbacher Altstadt, Station 3 des Oberfranken-Tourabschnitts.

Im Beisein des oberfränkischen Landtagskollegen Tim Pargent zeigten der Vertreter der Stadt Kulmbach und der Unteren Denkmalschutzbehörde Bernd Kolb, die drei Heimatpfleger Uwe Franke, Siegfried Sesselmann und Harald Stark, Bürgermeister Frank Wilzok sowie einige Interessierten das Renaissance-Gebäude Fischergasse 22, das von seinem Besitzer sukzessiv dem Verfall preisgegeben wird.

Von Seiten der Denkmalpflege ist keine Einflussnahme möglich, beklagte Kolb. Ihm ist es nicht einmal gestattet, das Innere des Gebäudes in Augenschein zu nehmen. Sabine Weigand hat im Rahmen ihrer Tätigkeit schon viele derartige Beispiele kennen gelernt. Eigentümer lassen ihre Denkmale bewusst so stark verkommen, dass sie das Ortsbild massiv beeinträchtigen. Im vorliegenden Fall sind sogar Passanten und Autos durch herabfallende Teile gefährdet. Es entstand eine Diskussion, wie man in Zukunft solche „Schadflecken“ verhindern kann. „Es stellt sich die Frage, ob der Denkmalschutz die bestehenden gesetzlichen Möglichkeiten in seiner Gänze nutzt“, so Weigand. „Eigentümer sind schließlich zum Erhalt ihrer Gebäude verpflichtet, denn sie sind von öffentlichem Interesse.“

Anlass zur Freude bereitete der Besuch des neuen Ratskellers. Die Sanierung erfolgte durch den Kulmbacher Bürger Fares Day, der in Zusammenarbeit mit Heimatpfleger und Stadtverwaltung das große Projekt mit viel Liebe und persönlichen Einsatz zu einem Schmuckstück am Marktplatz gemacht hat.

Day stellte fest, dass in Kulmbach erheblicher Mangel an Wohnraum und Gewerberäumen herrsche, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Kulmbach Universitätsstadt wird. „Wir müssen daran denken, auch für Studenten Wohnraum zu schaffen“, so Bürgermeister Wilzok. Hier bieten sich die vielen Leerstände in der Innenstadt als erstes an, bevor neue Flächen für Wohnungsbau ausgewiesen werden.

Sabine Weigand regte an, einen Leerstandskataster aufzustellen, um das Potential an Wohnraum zu erfassen. Daneben könnte ein kommunales Förderprogramm zur Schaffung von studentischem Wohnen die Situation entspannen.

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