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Denkmalschutz ist kein Blockierer

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13. Jan. 2022 –

Nürnberg - Landesamt für Denkmalpflege schließt dauerhaften Baukörper im Innenhof der Nürnberger Kongresshalle nicht aus – Denkmalpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion Dr. Sabine Weigand: „Wir müssen die bestmögliche Lösung für das Opernhaus und das Reichsparteitagsgelände finden. Der Denkmalschutz ist keinesfalls der Blockierer in dieser Debatte.“

Nürnberg – Sabine Weigand: „Mich ärgert, dass dem Denkmalschutz unterstellt wird, er wolle einen dauerhaften Neubau im Innenhof der Kongresshalle grundsätzlich verhindern. Mir gegenüber hat sich das Landesamt für Denkmalpflege für alle Lösungen offen gezeigt. Wenn die Stadt ein Interim einem bleibenden Bau vorzieht, muss sie dafür jetzt ihre Gründe darlegen.“

Aus grüner Sicht sollte es keine Click-and-Go-Konstruktion geben, die einen Abriss schon einplant. „Bauen für die Mülltonne ist keine gute Option in einer Zeit, in der wir mit Ressourcen sparsam umgehen und Graue Energie nicht verschwenden sollten“, so Weigand.

„Wenn man schon in dieses hochbedeutende Denkmal eingreifen will, dann sollte das nachhaltig, mit Sensibilität und Bedacht geschehen – und idealerweise mit einem Masterplan, der über die nächsten paar Jahre hinausweist. Wie das perfekt funktionieren kann, hat das Erfolgsmodell Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände gezeigt. Für eine Entscheidung ist ein offener Prozess im öffentlichen Dialog notwendig. Denn hier sind weitaus mehr Belange betroffen als allein diejenigen der Baudenkmalpflege. Nürnberg trägt hier eine große Verantwortung.“

Diese Haltung teilt der Leiter des Landesamts für Denkmalpflege. „Ich schließe einen dauerhaften Bau nicht aus, aber ein Eingriff dieser Tragweite kann nur auf Grundlage einer gesamtgesellschaftlichen Diskussion beschlossen werden“, stellt Generalkonservator Prof. Mathias Pfeil klar. „Eine Entscheidung über ein 50 bis 100 Millionen Euro teures Bauvorhaben kann und will der Denkmalschutz nicht alleine treffen.“ Im Übrigen habe die Stadt Nürnberg immer nur eine Stellungnahme zu einem Interim erbeten.

Sabine Weigand schlägt vor, zeitnah eine Expertenrunde einzuberufen, wie sie seinerzeit zum Thema Zeppelintribüne stattgefunden hat. Gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege wird die denkmalpolitische Sprecherin das Thema in der nächsten Sitzung des Landesdenkmalrats zur Diskussion stellen.

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